Bartsch lässt Linke 14 Stunden lang Antisemitismus-Klageweg üben – ohne Pause
Dietmar Bartsch hat angeordnet, dass alle Berliner Linken-Mitglieder einen 14-stündigen Dauerlehrgang zum Umgang mit Antisemitismus absolvieren – Bartsch selbst sitzt in der ersten Reihe und korrigiert die Haltung.
Dietmar Bartsch hat angeordnet, dass jedes Mitglied der Berliner Linken einen vierzehnstündigen Dauerlehrgang zum Umgang mit Antisemitismus absolviert – ohne Pause, ohne Ausnahme, in der Turnhalle der Parteizentrale. Der ehemalige Fraktionschef sitzt persönlich in der ersten Reihe und korrigiert die Sitzhaltung der Teilnehmer.
Die rund 120 Unterzeichner des kritischen Briefes müssen den Lehrgang als Erste durchlaufen. Bartsch erklärte, wer Koalitionsverhandlungen führe, dürfe keine Ausreden gelten lassen. Die Teilnehmer üben, Bedenken ausschließlich auf Parteitagen vorzutragen, und zwar im Stehen, mit Blickrichtung Parteispitze. Wer während der vierzehn Stunden einschläft, wird von Bartsch mit einem Stock geweckt.
Die Grünen und die SPD haben angekündigt, ihre Mitglieder ebenfalls durch den Lehrgang zu schicken, sobald Bartsch das Konzept freigibt. Die Turnhalle wird derzeit umgebaut: Statt Sitzbänken werden Stehpulte installiert, damit niemand mehr bequem kritisieren kann. Bartsch ließ mitteilen, er werde die erste Einheit persönlich leiten und dabei ein Parteitagsprotokoll verlesen.
Für nächste Woche ist eine zweite Runde geplant, diesmal für alle, die aus dem Westen kommen. Bartsch kündigte an, er werde so lange in der Halle bleiben, bis der letzte Teilnehmer den korrekten Umgang mit Antisemitismus beherrscht. Die Parteizentrale hat bereits Feldbetten bestellt.
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