Taylor Swift lässt MTV-Preisverleihung von 60 Kamerakränen gleichzeitig filmen – jeder Winkel ein eigener Regiepreis
Nachdem Swift den neuen «Artist Director Honors»-Preis erhält, beschließt MTV, die gesamte Show in 60 parallelen Regieversionen zu übertragen. Jede Kameraposition wird einzeln ausgezeichnet, und die Zuschauer stimmen live über die beste Einstellung ab.
Taylor Swift hat bei den MTV Video Music Awards in Los Angeles nicht nur den neuen «Artist Director Honors»-Preis erhalten, sondern die gesamte Preisverleihung kurzerhand in eine einzige, durchgehende Regiearbeit verwandelt. Auf Anweisung der Sängerin wurde die Bühne von 60 Kamerakränen umstellt, jeder mit eigenem Regiepult und eigener Crew. Jeder Winkel der Show gilt nun als eigenständiges Musikvideo und wird einzeln bewertet.
MTV richtete daraufhin eine neue Preis-Sparte ein: «Best Directorial Angle». Vergeben wird sie in 60 Kategorien, eine pro Kamera. Die Nominierten sind identisch mit den Kameraleuten, die Swift selbst ausgewählt hat. «Wir zeichnen nicht mehr das Video aus, sondern die Position, aus der es gefilmt wurde», erklärte ein Sprecher des Senders. «Frau Swift hat uns allen beigebracht, dass Regie eine Frage des Standpunkts ist.»
Die Produktion musste dafür die gesamte Halle umbauen. 60 Regiestühle wurden auf dem Parkplatz des Veranstaltungsorts aufgestellt, jeder mit Blick auf einen eigenen Monitor. Die Crews wechseln sich im Schichtbetrieb ab, damit zu keinem Zeitpunkt eine Einstellung unbeaufsichtigt bleibt. Madonna, die an diesem Abend die meisten Trophäen abräumte, ließ verlauten, sie werde künftig nur noch auftreten, wenn jede ihrer Bewegungen von mindestens 60 Kameras gleichzeitig erfasst werde.
Fans können online für ihren Lieblingswinkel stimmen. Die Gewinner-Einstellung wird anschließend in voller Länge auf einer LED-Wand in Los Angeles gezeigt, während Swift daneben steht und jeden Schnitt persönlich kommentiert. Für das kommende Jahr kündigte MTV an, die Zahl der Kameras auf 120 zu verdoppeln, damit auch die Rückseite der Rückseite der Bühne einen eigenen Regiepreis erhalten kann.
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