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Kultur

Salzburgs neuer Intendant lässt Festspielhaus auf Mozart-Maß schrumpfen – 485-Euro-Premierenstühle werden zu Stehplätzen für 3 Euro

Peter de Caluwe, designierter Intendant der Salzburger Festspiele, kündigt an, das Große Festspielhaus auf die exakten Körpermaße Mozarts zu verkleinern und alle Sitzplätze in Stehplätze umzuwandeln. Der Umbau beginnt sofort, die Sanierung 2029/2030 wird vorgezogen.

Salzburg – Der designierte Festspiel-Intendant Peter de Caluwe hat am ersten Tag seiner Amtszeit angeordnet, das Große Festspielhaus auf die exakten Körpermaße Wolfgang Amadeus Mozarts zu verkleinern. Alle Sitzreihen werden entfernt, die Decke wird um mehrere Meter abgesenkt, und die Bühne wird so weit nach vorne verlegt, dass kein Zuschauer weiter als fünf Meter vom Dirigentenpult entfernt sitzt. «Mozart war ein Harmoniemensch», erklärte de Caluwe vor laufenden Kameras. «Ein Harmoniemensch braucht keine Distanz.»

Die Umbauarbeiten beginnen umgehend und ziehen die für 2029 und 2030 geplante Sanierung des Hauses auf den kommenden Winter vor. Sämtliche 485-Euro-Premierenstühle werden ausgebaut und durch einfache Stehplätze ersetzt, die fortan drei Euro kosten. Wer während der Aufführung sitzt, wird vom Saalpersonal freundlich, aber bestimmt zum Aufstehen aufgefordert. De Caluwe ließ verlauten, er werde sich persönlich in die hinterste Ecke des Stehparketts stellen und die Aufführung von dort aus verfolgen.

Die Salzburger Stadtregierung reagierte mit einer Sondersitzung. Die Kommunistische Partei, die an der Stadtregierung beteiligt ist, forderte, den Umbau auf alle städtischen Gebäude auszuweiten. «Wenn das Festspielhaus auf Mozart schrumpft, muss auch das Rathaus auf Mozart schrumpfen», hieß es in einer Erklärung. Der Landeshauptmann sprach von einem «kühnen Schritt» und kündigte an, die für den Ausbau veranschlagten 519 Millionen Euro nun für den Rückbau zu verwenden.

Die ersten Proben für die kommende Saison finden bereits in einem Zelt auf dem Residenzplatz statt, das exakt so hoch ist wie Mozart. De Caluwe ließ mitteilen, er werde erst dann ein Programm vorlegen, wenn alle Beteiligten die neue Höhe verinnerlicht hätten.

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