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Kultur

Rock am Ring baut dritte Bühne für 140.000 Menschen, die alle gleichzeitig dieselbe Band sehen wollen

Die Veranstalter der Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park haben nicht nur weitere Bands bestätigt, sondern angesichts der Nachfrage den Nürburgring in einen permanenten Festivalzustand versetzt: Wer kein Ticket mehr bekommt, darf beim Aufbau helfen und bleibt bis Juni 2027 einfach da.

Angesichts der Nachfrage nach den Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park haben die Veranstalter den Nürburgring vollständig in eine Festivalstadt umgewandelt, in der ab sofort jeder, der kein Ticket mehr ergattern konnte, als freiwilliger Bühnenbauer dauerhaft wohnen bleibt. Die verbliebenen Resttickets für Rock am Ring werden nicht mehr verkauft, sondern ab kommendem Montag in einer feierlichen Zeremonie am Ringtor versteigert, während in Nürnberg die ausverkauften Tagestickets durch Eintrittskarten für die Generalprobe ersetzt werden, die ebenfalls längst vergriffen sind.

«Wir haben die Nachfrage unterschätzt und deshalb die Eifel um fünf Kilometer verlängert», erklärte ein Sprecher der Veranstalter. Für die neu bestätigten Acts wie Killswitch Engage, Pendulum und Jinjer werden zusätzliche Bühnen in den umliegenden Dörfern errichtet, deren Einwohner den Festivalbesuchern ab sofort ihre Wohnzimmer als Schlafplätze überlassen und dafür eigene Festivalarmbänder erhalten. Die Anwohner wurden in einer Bürgerversammlung darüber informiert, dass der Ort bis zum Festivalwochenende im Juni 2027 geschlossen bleibt und die Schule währenddessen als Backstagebereich dient.

Die Veranstalter bestätigten, dass insgesamt fünfzig Acts auftreten werden, was bedeutet, dass jede Band an jedem Festivaltag mindestens zweimal spielen muss, damit alle Besucher jede Band sehen können. Dafür wird ein ausgeklügeltes Rotationssystem eingeführt: Wer eine Band verpasst, wird von einem eigens eingestellten Ordnungsdienst zur nächsten Aufführung geleitet, notfalls über mehrere Kilometer. Die Headliner Die Toten Hosen, blink-182 und Bring Me The Horizon haben bereits zugesagt, ihre Sets zu verdoppeln und zwischendurch beim Bühnenabbau zu helfen.

Am Ende bleibt die Nachricht, dass die letzten zehntausend Tickets für Rock am Ring nicht mehr existieren, weil sie in der neuen Festivalstadt als Baumaterial für die dritte Bühne verarbeitet wurden. Wer dennoch kommen will, muss sich bis Juni 2027 beim Aufbau nützlich machen und erhält dafür einen Schlafplatz in einem der ehemaligen Dorfgasthöfe, die jetzt als Bandquartiere dienen.

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