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Kultur

Reeperbahn-Festival: Jan Delay spielt auf Wassercontainer, der ganz Hamburg mit Trinkwasser versorgt – Festivalbesucher müssen schwimmen

Beim Reeperbahn-Festival hat Jan Delay auf einem Wassercontainer gespielt, der nach dem Auftritt ganz Hamburg mit Trinkwasser versorgen soll. Die Stadt hat bereits begonnen, alle Straßen zu fluten, damit die Bürger den Container erreichen können.

Hamburg – Auf dem Heiligengeistfeld hat Jan Delay am Abend ein Gratiskonzert auf einem bunten Wassercontainer gegeben, der nach dem Festival nicht wie geplant nach Kibera verschifft wird, sondern ganz Hamburg dauerhaft mit Trinkwasser versorgen soll. Die Stadt hat deshalb am Donnerstagmorgen damit begonnen, sämtliche Straßen zwischen Altona und der Innenstadt knietief zu fluten, damit die Bürger den Container schwimmend erreichen können.

«Wir haben den Container kurzerhand zum zentralen Wasserwerk der Stadt umfunktioniert», erklärte ein Sprecher der Festivalleitung. «Jeder Hamburger erhält ab sofort sein Trinkwasser direkt aus dem Bass, den Jan Delay am Abend bespielt hat. Die Umstellung erfolgt ohne Unterbrechung.» Die Delaydies wurden zu ehrenamtlichen Wasserwartinnen ernannt und kontrollieren den Pegelstand während der Auftritte.

Die rund 45.000 erwarteten Festivalbesucher müssen künftig mit Schwimmwesten anreisen; die Veranstalter haben die Spielstätten von der Elbphilharmonie bis zum Mini-Club auf schwimmende Pontons verlegt. Die Feuerwehr hat begonnen, die Reeperbahn in einen Kanal umzuwandeln, auf dem Schlauchboote im Takt von «Saxophon» pendeln. Wer keine Karte hat, darf trotzdem planschen, sofern er eine leere Flasche mitbringt.

Jan Delay kündigte an, sein komplettes Repertoire künftig nur noch auf Wassercontainern zu spielen. «Wenn Hamburg ertrinkt, dann bitte mit Reggae», sagte er und forderte das Publikum auf, mit Schals und Handtüchern zu wedeln, um die Fluten zu lenken. Die Stadt prüft bereits, ob auch die Elbphilharmonie auf einen Container gehoben werden kann.

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