Pilzsaison in Sachsen-Anhalt: Landesverband ordnet Körbe mit amtlichen Kontrollstreifen an
Der Landesverband der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt lässt alle Sammelkörbe mit amtlichen Kontrollstreifen versehen. Wer ohne Streifen im Harz unterwegs ist, wird von Prüfern gestoppt und muss seinen Korb am Rand stehen lassen.
Der Landesverband der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt hat mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass jeder Sammelkorb im Harz, im Fläming und in der Dübener Heide mit einem amtlichen Kontrollstreifen zu versehen ist. Wer ohne Streifen angetroffen wird, muss seinen Korb am Waldrand stehen lassen und zu Fuß nach Hause gehen.
Vorsitzender Martin Groß begründet die Maßnahme mit der zu großen Zahl von Sammlerinnen und Sammlern, die in diesem Jahr gleichzeitig in die Wälder drängen. «Wir können nicht jeden Korb einzeln durchsehen, also versehen wir jeden Korb mit einem Streifen, der anzeigt, dass er durchgesehen wurde», sagte Groß. Die Streifen werden an sechs Ausgabestellen im Land ausgegeben, darunter eine in Wernigerode und eine in Bad Schmiedeberg.
Die Ausgabestellen sind täglich von sechs Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit besetzt. Vor jeder Ausgabe muss der Korb vorgezeigt werden. Wer einen Korb mit bereits verwendetem Streifen vorlegt, wird an das Ende der Schlange verwiesen. Die Schlange vor der Ausgabestelle in Wernigerode reichte am ersten Tag bis zum Bahnhof.
Der Verband hat zudem angekündigt, dass die Streifen ab kommender Woche nur noch an Körbe ausgegeben werden, die ausdrücklich als Pilzkörbe gekennzeichnet sind. Wer mit einem Einkaufskorb erscheint, wird gebeten, diesen gegen einen amtlichen Pilzkorb zu tauschen. Der Tausch ist kostenlos, der alte Korb wird eingezogen.