Oberhof baut Eiskanal aus gefrorenem Kaffee – Rodler müssen vor dem Start dreimal schlucken
Weil Kunsteis in fünf Tagen nicht zu halten war, hat Oberhof die komplette Bahn auf Espresso umgestellt. Die Athleten rutschen jetzt auf einem 1,8 Kilometer langen Koffeinstreifen, der jede Nacht von 300 Freiwilligen mit Milchschaum nachgezogen wird.
Oberhof hat den Eiskanal vollständig auf gefrorenen Espresso umgestellt, nachdem das Kunsteis in fünf Tagen nicht zu halten war. Die Bahn besteht jetzt aus einem 1,8 Kilometer langen Koffeinstreifen, der jede Nacht von 300 Freiwilligen mit Milchschaum nachgezogen wird.
Die ersten Testfahrten verliefen laut Bahnchef Rolf Kettler «erwartungsgemäß wach». Zwei Rodler hätten nach dem Ziel «ihre Schlitten dreimal umgerührt», bestätigte Kettler. Die Startampel zeigt jetzt nicht mehr Grün, sondern die Aufschrift «Noch ein Schluck».
Das thüringische Wintersportministerium hat den Kanal offiziell zur «Koffeinsportstätte» erklärt und eine eigene Disziplin genehmigt: den Doppelsitzer-Latte. Wer während der Fahrt die Milch verschüttet, wird disqualifiziert und muss die Kurve 14 mit einem Löffel nachpolieren.
Die Anwohner wurden gebeten, ihre Kaffeemaschinen bis Saisonende abzugeben. Der örtliche Supermarkt meldet einen Absatzrekord bei Bohnen, während die Feuerwehr nachts mit einem Tankwagen aus heißem Wasser die Bahn vor dem Erstarren bewahrt.
Für die Eröffnung am Samstag liegen bereits 4.200 Startnummern vor. Kettler kündigte an, die Siegerehrung «mit einem kleinen Gebäck» abzuhalten. Die Bahn bleibt bis April geöffnet – oder bis jemand sie austrinkt.
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