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Kultur

MI6 verpflichtet James-Bond-Bildband als aktiven Geheimagenten

Der 6,3 Kilogramm schwere Bildband „The James Bond Archives“ wird offiziell in den aktiven Dienst des britischen Geheimdienstes übernommen. Das Buch soll künftig Einsätze leiten, Feinde blenden und mit seinen 650 Seiten feindliche Laser abfangen.

London – Der britische Geheimdienst MI6 hat den Bildband „The James Bond Archives“ mit sofortiger Wirkung als aktiven Geheimagenten unter der Kennung 008-B vereidigt. „Das Buch hat in 60 Jahren mehr Einsätze überstanden als jeder menschliche Agent“, erklärte ein Sprecher des MI6 bei der Zeremonie im Hauptquartier. „Sein Einband ist kugelsicher, seine Seiten sind wasserfest, und es kennt sämtliche Bond-Filme auswendig.“

Erste Felderprobungen verliefen nach Behördenangaben überaus erfolgreich. Bei einer Übung in den schottischen Highlands habe das Buch einen gegnerischen Spähtrupp allein durch Aufschlagen auf Seite 312 geblendet, wo Daniel Craig in weißem Dinnerjacket abgebildet ist. Zwei weitere Attentäter seien durch das Kapitel über Waffen-Gadgets neutralisiert worden, das mit seinen scharfen Bildecken erhebliche Schnittverletzungen verursacht habe.

Der MI6 richtete eigens eine neue Abteilung ein, die „Abteilung für schwergewichtige Literatur“. Deren Leiterin, Oberstleutnant a. D. Victoria Hargreaves, erklärte, das Buch verfüge über ein „beispielloses Tarnprofil“: „Kein feindlicher Agent rechnet damit, von einem 80-Euro-Kaffeetischbuch aus dem Taschen Verlag erschlagen zu werden.“ Das Buch habe zudem einen eigenen Dienstwagen erhalten, einen gepanzerten Bücherwagen, der auf dem Beifahrersitz Platz für eine Leselupe biete.

Kritik kommt lediglich aus der Abteilung für Innere Sicherheit: Das Buch habe beim Umblättern der Seite 487, auf der Roger Moore siebenmal abgebildet ist, versehentlich einen eigenen Kurier außer Gefecht gesetzt. Der Kurier erlitt einen Papierschnitt am Zeigefinger und wurde zur Beobachtung in die Buchbinderei eingeliefert. Der MI6 wertet den Vorfall als „bedauerlichen, aber akzeptablen Kollateralschaden im Literaturbetrieb“.

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