Jean Pütz kündigt an, mit 90 die gesamte deutsche Fernsehlandschaft auf Methanol umzustellen
Der ehemalige «Hobbythek»-Moderator Jean Pütz wird 90 und hat aus diesem Anlass ein Umbauprogramm vorgelegt: Jede Sendung, jede Werkbank und jeder Studiokomplex der Republik soll auf seine globale Methanolwirtschaft umgerüstet werden. Die ersten WDR-Mitarbeiter tragen bereits Schutzbrillen.
Jean Pütz wird am Montag 90 Jahre alt und hat zu diesem Anlass die vollständige Umstellung der deutschen Fernsehindustrie auf Methanol angeordnet. «Ich hab da mal was vorbereitet», erklärte er vor laufender Kamera, während hinter ihm ein Tankwagen in den WDR-Innenhof einfuhr. Die Umstellung beginne sofort und umfasse sämtliche Studios, Übertragungswagen und Schnittplätze.
Der Sender hat bereits damit begonnen, die alten Requisitenlager in Methanol-Konverter umzubauen. Mitarbeiter, die bisher Kabel trugen, tragen jetzt Schutzbrillen und füllen Kanister ab. «Wir haben die Waschmittelrezepte der Hobbythek genommen und sie einfach auf den gesamten Sendeablauf angewendet», sagte ein Produktionsleiter. Die erste Sendung nach dem Umbau soll acht Stunden dauern und ausschließlich aus Experimenten bestehen.
Pütz selbst will die Umstellung persönlich überwachen. Aus seiner neuen Wohnung mit Dom-Blick dirigiert er ein Team, das rund um die Uhr Methanolleitungen durch die Flure verlegt. «Meine Frau sagt, ich bin Methanolfetischist», räumte er ein. «Aber die findet das nur ein bisschen affig.»
Die ARD hat inzwischen angekündigt, das Konzept zu übernehmen. Ab kommender Woche sollen alle Tatort-Folgen mit Methanol betrieben werden. Die erste Folge trägt den Titel «Der letzte Tropfen».