Filmfest Oldenburg baut Autokino zum 24-Stunden-Stunt-Kraftwerk um – Zoë Bell springt 33 Tage lang ohne Unterbrechung
Das 33. Internationale Filmfest Oldenburg hat das Autokino auf dem Pferdemarkt in eine permanent bespielte Stunt-Arena verwandelt. Zoë Bell springt dort ab sofort 33 Tage lang ohne Pause, während 48 Produktionen aus 17 Ländern rund um die Uhr laufen und die Stadt den Notstand ausruft.
Das 33. Internationale Filmfest Oldenburg hat das Autokino auf dem Pferdemarkt in eine durchgehend bespielte Stunt-Arena umgebaut, in der Zoë Bell ab sofort 33 Tage lang ohne Unterbrechung springt, fällt und wieder aufsteht. Die Veranstalter erklärten, man habe das Tribute für die Stuntfrau kurzerhand in eine Daueraufführung verwandelt, weil eine einzelne Ehrung «der dreißigjährigen Unsichtbarkeit der Stuntarbeit nicht gerecht werde».
Für die übrigen 48 Produktionen aus 17 Ländern wurden sechs Spielorte zu Schichtkinos umfunktioniert: Jeder Saal zeigt seinen Film nun so lange, bis alle Zuschauer ihn auswendig mitsprechen können. Wer den Saal verlässt, muss draußen eine Nummer ziehen und sich wieder hinten anstellen. Die Kurzfilmjury unter Leitung von Sabrina Amali tagt nachts zwischen zwei Vorführungen auf Klappstühlen im Foyer.
Die Stadt hat den Pferdemarkt für den Autoverkehr gesperrt und eine Stunt-Zuschauer-Zone mit 14 Weltpremieren-Leinwänden errichtet. Neil LaBute ließ verlauten, seine Retrospektive werde nun als Endlosschleife gezeigt, «damit niemand mehr behaupten kann, er habe einen Film verpasst». Der US-Regisseur Michael Polish kündigte an, seinen Film so lange neu zu schneiden, bis er länger ist als das Festival selbst.
Für die Nachtstunden wurden alle Kinokassen zu Schaltern umgebaut, an denen sich Freiwillige für die nächste Springschicht melden können. Die Veranstalter betonten, das Festival bleibe ein Treffpunkt für unabhängiges Kino – nur eben ohne Pause, ohne Schlaf und ohne Endabspann.