Bond-Casting: Amazon baut 007-Hauptquartier in den schottischen Highlands – alle 72 Kandidaten ziehen ein
Die Suche nach dem neuen James Bond ist beendet: Amazon hat alle 72 jemals gehandelten Kandidaten in ein eigens errichtetes Hauptquartier in den Highlands verlegt, wo sie unter Dauerbeobachtung von Castingdirektorin Nina Gold stehen.
Die Suche nach dem siebten James Bond ist abgeschlossen – nicht durch eine Entscheidung, sondern durch eine Umsiedlung. Amazon hat sämtliche 72 Schauspieler, die jemals mit der Rolle in Verbindung gebracht wurden, in ein eigens errichtetes Hauptquartier in den schottischen Highlands verlegt. Dort leben sie nun in Blockhütten, die nach berühmten Bond-Schauplätzen benannt sind, und werden rund um die Uhr von Castingdirektorin Nina Gold beobachtet.
Die Anlage umfasst ein Casino, eine Waffenschmiede und einen Stausee, in dem die Kandidaten täglich um 6 Uhr morgens eine Runde schwimmen müssen. Wer zu langsam ist, wird nicht eliminiert, sondern muss am Nachmittag eine Pressekonferenz abhalten, auf der er erklärt, warum er nicht James Bond ist. Gary Oldman, der kürzlich behauptet hatte, der neue 007 stehe bereits fest, ließ sich ebenfalls einquartieren, um «aus erster Hand zu erfahren, was ich eigentlich gehört habe».
Produzentin Amy Pascal erklärte, das Verfahren sei «völlig normal». Man habe einfach «alle Eventualitäten an einem Ort versammelt». Die Kandidaten dürfen das Gelände nicht verlassen, bis der erste Drehbuchentwurf von Steven Knight von allen 72 unterschrieben wurde – nicht als Vertrag, sondern als «moralische Selbstverpflichtung». Knight selbst weicht weiterhin allen Fragen aus und nickt nur stillschweigend.
Die Bewohner des nahegelegenen Dorfes haben sich an die täglichen Hubschrauberflüge gewöhnt. Ein örtlicher Pub bietet inzwischen «Bond-Burger» an, und die Touristenfrage «Wer wird es?» wird an der Theke mit «Fragen Sie morgen wieder» beantwortet. Pierce Brosnan ließ ausrichten, er wünsche allen 72 alles Gute – «aber nicht gleichzeitig».