Barberini baut für Zehnjähriges einen Museumsflügel an jeden Ort, an dem je ein Besucher stand
Das Museum Barberini in Potsdam feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer internationalen Schau, für die weltweit an jeder Stelle, an der ein Besucher je ein Werk betrachtet hat, ein originalgetreuer Ausstellungsflügel errichtet wird.
Das Museum Barberini in Potsdam hat zum zehnjährigen Bestehen eine internationale Schau angekündigt, für die an jedem Ort der Welt, an dem ein Besucher jemals ein Werk betrachtet hat, ein originalgetreuer Museumsflügel errichtet wird. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.
«Wir wollten niemanden ausschließen», erklärte die Direktion. «Wer einmal vor einem Bild stand, bekommt diesen Raum zurück, in Originalgröße, mit demselben Licht und demselben Boden.» Insgesamt entstehen so mehrere tausend Flügel, vom Wohnzimmer in Brandenburg bis zur Hotelhalle in Tokio.
Die Stadt Potsdam hat den gesamten Innenstadtring zur Baustelle erklärt. Anwohner mussten ihre Möbel auslagern, weil ihre Zimmer zu Ausstellungssälen umgebaut werden. Ein Rentner berichtet, sein Schlafzimmer sei nun der Saal für einen Monet, den er 2019 flüchtig gesehen habe.
Für die Eröffnung reist das Kuratorenteam mit einem Konvoi aus Möbelwagen an, um in jedem Flügel gleichzeitig die gleiche Hängung herzustellen. Die Schau soll ein Jahr dauern und danach an jedem Ort bleiben, an dem sie aufgebaut wurde.
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