ARD verlängert „Babylon Berlin“ um 47 Staffeln, um Nazi-Übernahme rückgängig zu machen
Nach dem Serienfinale kündigt die ARD an, die Handlung ab Staffel sechs rückwärts zu erzählen. 533 Drehtage pro Episode, historische Berater im Dauerstress – und ein Kostümfundus, der nun doppelt so viele Braunhemden bügeln muss.
Die ARD hat angekündigt, die soeben beendete Serie „Babylon Berlin“ um weitere 47 Staffeln zu verlängern, um die in der fünften Staffel dargestellte Machtübernahme der Nationalsozialisten im Erzählstrang rückgängig zu machen. „Wir haben die Drehbücher für die Staffeln sechs bis 52 bereits fertigstellen lassen“, erklärte der zuständige Programmkoordinator am Dienstag in Köln. „Staffel sechs zeigt den Reichstagsbrand als missglückten Grillabend, Staffel sieben die Ernennung Hitlers zum rein beratenden Vizekanzler ohne Geschäftsbereich.“
Die Produktionsfirma hat dafür alle 17.000 Komparsen erneut verpflichtet, die nun in umgekehrter Reihenfolge durch die bereits abgerissenen Straßenzüge Berlins marschieren müssen. Die historischen Fassaden werden dafür in den Originalzustand von 1932 zurückversetzt, was nach Angaben des Senders „lediglich“ den Abriss von 312 neu errichteten Parkhäusern und den Rückbau von 14 Kreisverkehren erfordert. Die Dreharbeiten für die Rückwärts-Staffeln haben bereits begonnen; Hauptdarsteller Volker Bruch trainiert dafür, rückwärts zu gehen, ohne mit dem Hinterkopf an Requisiten zu stoßen.
Der Kostümfundus des Senders meldet einen akuten Mangel an braunen Uniformen, da diese für die Rückwärtsdrehs in Zivilkleidung umgenäht werden müssen. „Wir haben alle verfügbaren Nähmaschinen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beschlagnahmt“, so ein Gewandmeister. Die historischen Berater der Serie haben derweil ihren Rücktritt eingereicht, nachdem man ihnen nahegelegt hatte, die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler als „vorübergehende Personalie im Rahmen eines Betriebsausflugs“ zu kommentieren. Die ersten Folgen der Rückwärts-Staffel sollen bereits im Januar ausgestrahlt werden, pünktlich zum 93. Jahrestag des Ereignisses, das es nun zu korrigieren gilt.