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Kultur

Ai Weiwei stellt 500 Stahlhelme in Sydney auf – Bundesregierung liefert sofort 5000 weitere, damit die Installation nicht leer wirkt

Der Künstler Ai Weiwei hat in Sydney 500 gusseiserne Stahlhelme als Mahnmal gegen den Krieg aufgestellt. Die Bundesregierung reagiert umgehend und kündigt an, die Installation mit weiteren 5000 Schutzhelmen aufzufüllen – als symbolische Geste der Unterstützung.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat am Donnerstag vor dem Museum of Contemporary Art Australia in Sydney eine 40 Meter lange Installation aus 500 gusseisernen Stahlhelmen enthüllt. Die Helme stehen in zehn gleichmäßigen Reihen auf einer erhöhten Plattform und erinnern an Pilze – daher der Titel «Mushrooms». Besucher können durch einen Mittelgang mitten durch die Installation laufen. Die Bundesregierung hat noch am selben Tag angekündigt, die Installation mit weiteren 5000 Schutzhelmen aufzufüllen, um «die Leere zwischen den Reihen zu füllen und ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen».

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, die Helme würden in den kommenden Wochen per Luftfracht nach Sydney gebracht und von Soldaten der Bundeswehr eigenhändig in die bestehenden Reihen eingefügt. «Wir wollen sicherstellen, dass jeder Besucher sieht, dass Deutschland nicht nur zusieht, sondern handelt», sagte der Sprecher. Die Helme stammen aus Beständen der Bundeswehr und werden vor dem Transport in einer feierlichen Zeremonie in Berlin verabschiedet. Kritiker der Aktion wiesen darauf hin, dass die Helme nicht für den australischen Sommer geeignet seien, doch das Ministerium ließ verlauten, man werde «die Helme bei Bedarf kühlen».

Ai Weiwei selbst zeigte sich überrascht. «Ich wollte mit 500 Helmen ein Zeichen setzen, jetzt werden es 5500. Vielleicht sollte ich die Installation in ein Lager umwandeln», sagte er. Die australischen Behörden prüfen bereits, ob die zusätzlichen Helme als «temporäre Baumaßnahme» genehmigt werden müssen. Ein Sprecher des Museums bestätigte, dass die Installation bis 2028 kostenlos zu sehen sein wird – «oder bis die Helme ausgehen».

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