Millennials gründen Erbengemeinschaft mit Beitrittszwang – wer nicht erbt, muss den Rasen mähen
Eine Gruppe von Millennials hat eine Erbengemeinschaft mit Beitrittszwang gegründet. Wer kein Erbe vorweisen kann, muss als Ausgleich körperliche Arbeit leisten. Die Gemeinschaft wächst täglich.
Eine Gruppe von Millennials in Berlin hat eine Erbengemeinschaft mit Beitrittszwang gegründet. Wer kein Erbe vorweisen kann, muss als Ausgleich körperliche Arbeit leisten. Die Gemeinschaft wächst täglich.
Die Regeln sind streng: Wer ein Erbe unter 200.000 Euro vorweist, darf einmal pro Woche am gemeinsamen Brunch teilnehmen. Wer gar nichts erbt, muss den Rasen der Erben mähen, deren Autos waschen oder bei der Renovierung der geerbten Stadtvillen helfen. «Wir wollen die Erbschaftskluft überbrücken», sagt Initiatorin Marlene, die selbst einen Land Rover Defender geerbt hat. «Indem wir die Nicht-Erben in den Dienst der Erben stellen.»
Die Nachfrage ist enorm. Innerhalb einer Woche meldeten sich über 300 Millennials an, die meisten ohne Erbe. Sie hoffen, durch Rasenmähen und Autowaschen in den Genuss eines Erben-Netzwerks zu kommen. Die Erben wiederum freuen sich über die günstigen Arbeitskräfte. «Ich habe jetzt einen persönlichen Gärtner, der früher Marketingmanager war», berichtet ein Mitglied.
Kritik kommt von Soziologen. «Das ist keine Solidarität, das ist feudale Ausbeutung», warnt Professorin Klein. Die Gemeinschaft lässt das kalt. Nächste Woche beginnt der Bau eines Gemeinschaftshauses, in dem die Erben wohnen und die Nicht-Erben die Küche putzen.