Landesregierung verlegt Feldberg-Wetter in Klimakammer, um Wochenendprognose zu retten
Nachdem der Deutsche Wetterdienst für Baden-Württemberg einen wechselhaften Samstag vorhersagte, hat das Landesumweltministerium kurzerhand den Feldberg in eine begehbare Klimakammer verlegt, um das Wochenende doch noch sonnig zu gestalten.
Stuttgart – Das baden-württembergische Umweltministerium hat den Feldberg kurzerhand in eine 40 Meter lange begehbare Klimakammer verlegt, um die für das Wochenende angekündigten Schauer und Gewitter zu verhindern. „Wir haben die Prognose gelesen und sofort gehandelt“, sagte Ministerialdirigent Hubertus Blank, der die Operation persönlich leitete. „Ein wolkenloser Freitag mit 32 Grad ist uns nicht genug. Wir wollen ein komplett sonniges Wochenende, koste es, was es wolle.“
Seit Donnerstagabend steht der Gipfel unter einer tonnenschweren Glaskuppel, die von 14 Kränen gehalten wird. Im Inneren simulieren 3.200 Speziallampen das Sonnenlicht, während 80 Ventilatoren den Westwind nachbilden. Wanderer, die den Aufstieg wagen, müssen vorab eine Einverständniserklärung unterschreiben, dass sie die künstliche Wetterlage als natürlich anerkennen. „Wer oben ankommt und Regen erwartet, wird enttäuscht“, so Blank. „Wir haben die Niederschlagswahrscheinlichkeit auf null Prozent reguliert.“
Der Deutsche Wetterdienst protestierte vergeblich. „So etwas kann man nicht einfach überstülpen“, sagte ein Sprecher. Das Ministerium konterte mit einer Sondergenehmigung, die den Feldberg bis Sonntagabend als „wettertechnisches Sperrgebiet“ ausweist. Für die umliegenden Gemeinden bedeutet das: Wer am Samstag Schauer abbekommt, kann sich beim Land beschweren. „Wir prüfen dann, ob wir die Kuppel erweitern“, so Blank. „Vielleicht nehmen wir uns als Nächstes den Schwarzwald vor.“