Hebammen verlegen Geburtshilfe ins Stadion: Jede Geburt wird künftig von 3000 Zuschauern bejubelt
Zwei Hebammen haben aus Protest gegen die Politik den Beruf radikal umgebaut: Sie verlegen jede Geburt in ein ausverkauftes Fußballstadion, mit Choreografie und Live-Kommentar. Die Regierung prüft, ob der Kreißsaal künftig als Wettkampfstätte genehmigt wird.
Die beiden Hebammen Anke und Miriam haben angekündigt, ab sofort jede Geburt in der örtlichen Arena auszutragen. Vor 3000 Zuschauern, mit Stadionsprecher, Einlaufmusik und einer Anzeigetafel, die die Wehenabstände in Echtzeit mitzählt. «Wir wollten endlich die Wertschätzung, die uns zusteht», sagte Anke. «Jetzt bekommt jede Familie eine La-Ola-Welle.»
Die Stadt hat den Umbau des Kreißsaals bereits genehmigt. Drei Tribünen wurden errichtet, der Mutterpass wird künftig als Eintrittskarte gestempelt. Die Hebammen tragen Trikots mit der Aufschrift «Wir hinterlassen Spuren». Bei jedem Pressen ertönt ein Horn, bei jedem Durchbruch wird Konfetti abgefeuert. Die Feuerwehr steht bereit, um die Nabelschnur mit einer Schere zu durchtrennen, die größer ist als ein Kleinwagen.
Die Krankenkassen haben reagiert: Sie erstatten nur noch Geburten, die mindestens 90 Minuten dauern, damit die Übertragung sich lohnt. Väter erhalten Freikarten für die nächste Saison. Die Regierung prüft, ob der Kreißsaal als Wettkampfstätte anerkannt wird. «Wenn die Hebammen so weitermachen, müssen wir die Bundesliga um eine Geburtsliga erweitern», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.
Die beiden Hebammen planen bereits die nächste Stufe: eine Tournee durch alle Bundesländer, mit Halbzeitpause und Autogrammstunde. «Man hinterlässt Spuren im Leben dieser Familie», sagte Miriam. «Aber jetzt sieht es wenigstens jeder.»
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