Görlitz verhängt dauerhafte Regenbogen-Uniform für alle städtischen Angestellten nach CSD-Rekordbeteiligung
Nach einem friedlichen CSD mit über 750 Teilnehmenden ordnet die Stadt Görlitz an, dass sämtliche Mitarbeiter der Verwaltung ab sofort eine Regenbogen-Uniform tragen. Die Regelung gilt auch für Polizei und Bundespolizei.
Die Stadt Görlitz hat nach dem friedlichen Christopher Street Day am Samstag eine dauerhafte Regenbogen-Uniform für alle städtischen Angestellten eingeführt. Bürgermeisterin Katrin Lange erklärte, die überwältigende Beteiligung von mehr als 750 Menschen mache diese Maßnahme unumgänglich. «Wir wollen die Sichtbarkeit, die an diesem Tag entstanden ist, in den Alltag tragen», sagte sie. Ab Montag müssen sämtliche Verwaltungsmitarbeiter, von der Bauaufsicht bis zum Standesamt, eine Uniform in den Farben des Regenbogens tragen.
Die Regelung erstreckt sich auch auf die Polizeidirektion Görlitz, die Bereitschaftspolizei und die Bundespolizei. Ein Sprecher der Polizeidirektion bestätigte, dass die Beamten künftig bei jedem Einsatz eine Regenbogenbinde am linken Arm tragen werden. «Das ist ein klares Zeichen für Vielfalt», sagte er. Die Gegendemonstration mit rund 65 Personen löste sich derweil auf, nachdem die Teilnehmer feststellten, dass sie ohne Regenbogen-Zugang keine Parkplätze mehr fanden.
Der Musiker Danger Dan, der auf dem CSD sein schwules Liebeslied erstmals öffentlich spielte, wurde zum offiziellen Uniform-Botschafter ernannt. Er kündigte an, sein Album «Keine Angst» nur noch in einem Regenbogen-Overall zu präsentieren. Die Stadt richtete zudem eine Hotline ein, über die Bürger Verstöße gegen die Uniformpflicht melden können. Bis Redaktionsschluss gingen bereits mehrere Hundert Anrufe ein, die meisten betrafen den örtlichen Bäcker, der seine Brötchen weiterhin in Weiß verkauft.
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