Frankfurter Schule verlegt Unterricht ins Freibad – wegen drei Leckagen
Nach einem Brand auf dem Schulgelände entdeckt das Baudezernat drei Leckagen. Die Stadt reagiert mit einer beispiellosen Umsiedlung: 1.200 Schüler werden auf Schwimmbäder, Kirchen und einen Baumarkt verteilt.
Das Baudezernat Frankfurt hat nach dem Brand auf dem Schulgelände drei Leckagen in der Wasserversorgung entdeckt und daraufhin den gesamten Schulbetrieb der Anne-Frank-Schule und der Viktor-Frankl-Schule in die städtischen Schwimmbäder, zwei Kirchen und einen Baumarkt verlegt. Der Unterricht beginnt dort kommenden Montag – mit Schwimmbrillen als Standardausrüstung.
«Wir haben die drei Leckagen als Anlass genommen, den Schulbetrieb dezentral und wasserfest aufzustellen», erklärte ein Sprecher des Baudezernats. «Die Schülerinnen und Schüler lernen ab sofort in Gruppen von acht an wechselnden Standorten. Der Stundenplan wird täglich um 6 Uhr per Aushang an der Rathaustür bekannt gegeben.»
Die Stadt hat für die Umsiedlung 1.200 Klappstühle, 340 Schultafeln auf Rollen und 18 mobile Toiletten angeschafft. Der Baumarkt stellt seine Gartenabteilung zur Verfügung, die Kirchengemeinden räumen die Bänke beiseite. Ein Schwimmbad hat seine Öffnungszeiten auf 6 bis 20 Uhr ausgeweitet, damit vormittags Mathematik und nachmittags Sport stattfinden kann.
Die Eltern wurden per Lautsprecherwagen informiert. «Wir bitten darum, dass alle Kinder Badeschuhe und einen wasserdichten Ranzen mitbringen», heißt es in der Durchsage. Die Schulleitung prüft, ob der Unterricht dauerhaft in den Bädern bleibt, falls die Leckagen bis zum Winter nicht behoben sind.
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