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Gesellschaft

A59 in Düsseldorf wird für acht Monate zur einzigen Fußgängerzone Europas umgebaut

Weil die A59 im Düsseldorfer Süden acht Monate gesperrt ist, hat die Stadt beschlossen, die Autobahn in der Zwischenzeit komplett zu pflastern und als Fußgängerzone zu betreiben – mit Bänken, Bäumen und einem Biergarten auf dem Mittelstreifen.

Die A59 im Düsseldorfer Süden ist seit Freitag nicht mehr befahrbar – und wird es auch nicht wieder werden, zumindest nicht für Autos. Statt die gesperrte Strecke acht Monate lang einfach liegen zu lassen, hat die Stadt Düsseldorf beschlossen, die Autobahn in dieser Zeit vollständig zu pflastern, mit Bänken, Bäumen und einem Biergarten auf dem Mittelstreifen zu bestücken und als Fußgängerzone zu betreiben. «Wir haben die Sperrung als Chance begriffen», sagte ein Sprecher des Ordnungsamts. «Wenn die Leute schon nicht fahren können, sollen sie wenigstens spazieren gehen.»

Die ersten Bäume wurden am Samstagmorgen von Monheim aus in Richtung Düsseldorf gepflanzt, in einem Abstand, der exakt der früheren Spurbreite entspricht. An jeder ehemaligen Ausfahrt entstehen Verweilzonen mit Liegestühlen, an der Anschlussstelle Garath ein Biergarten mit Ausschank bis Mitternacht. Die Stadt rechnet mit bis zu 40.000 Fußgängern täglich, die auf der ehemaligen Fahrbahn flanieren. «Wir haben die Leitplanken abgebaut und durch Blumenkübel ersetzt», sagte der Sprecher. «Das war günstiger als eine Baustellenabsicherung.»

Die Anwohner reagieren geteilt. «Ich bin früher jeden Tag zur Arbeit gefahren, jetzt gehe ich jeden Tag zur Arbeit», sagte ein Mann aus Monheim. «Das sind acht Kilometer. Aber immerhin gibt es jetzt unterwegs einen Biergarten.» Die Stadt hat angekündigt, nach Ablauf der acht Monate zu prüfen, ob die Autobahn überhaupt wieder für Autos freigegeben wird. «Vielleicht lassen wir sie so», sagte der Sprecher. «Die Leute scheinen sich daran zu gewöhnen.»

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